Beyond Tellerrand 2016

Und wieder ist eine weitere Beyond Tellerrand Konferenz in Düsseldorf vorbei. Es war mein fünfter Besuch auf der #btconf wie jedes Jahr bin ich begeistert von der der Qualität der einzelnen Talks und der grossartigen Community rundherum.

Nachfolgend einige meiner persönlichen Highlights. Und wenn vorhanden, ein Video des Talks.

Time + Creativity, Christopher Murphy

Christopher war der erste Talk auf der #btconf hat es mit einem Topic eröffnet, dass vielen bekannt ist: Prokrastination. Die von ihm getaufte "Fuck Off" Phase lässt sich auch auf kreative Art nutzen und seine 45 Minuten sind ein Pladoyer dieses auch zu tun. Und sei es "Yak Shaving".

The Reinvention of Normal, Dominic Wilcox

Wow, was für ein Start in einen Talk. Ein 8 Minuten Film über Dominic - eine prima Einstimmung die folgenden 45 Minuten und an sich war sein Talk ein sehr schönes Beispiel für einen klassische "#btconf Montag Abend Abschlusspräsentation (TM)".

Dominic zeigt einige seiner "Erfindungen". Ein Cornflakes Helmbagger mit Milch Induktion? Yeb. Ein selbstfahrenes Buntglas Matrazenauto? Warum nicht. Schuhe mit eingebauten GPS und Richtungsanzeige? Klingt sogar ganz praktisch.

Resilience, Jeremy Keith

Ich muss zugeben, bei Jeremy kann ich nicht objektiv sein. Ich bin grosser Fan seiner Talks, seines Blogs und seiner Bücher.
Jeremys Topic dieses Jahr war "Resilience" - eine kritische Bestandsaufnahme an der wirklichen Dauerhaftigkeit des Webs. Ich glaube man kann diesen Talk als indirekte Fortsetzung zu seinem Auftritt aus dem Jahr 2013 nehmen, sowie seines Enhance Vortrag von 2015.

Jeremys Talk hat nicht enttäuscht und mehr als ein guter Hangover Talk. Im Wesentlichen sogar einer der Gründe warum ich die #btconf so liebe.

Your Hero Images Need You! Save the Day with HTTP2 Image Loading, Tobias Baldauf

Der HTTP2 Talk von Tobias Baldauf war einer der beiden Techtalks in diesem Jahr (Der andere handelte von Angular und wie man es hackt - war faszinierend, aber nichts wo ich mitreden kann.) Es ging hierbei nicht nur um HTTP2 sondern auch um Progressive Image Loading, d.h. das Laden von Bildern in verschiedenen Qualitätsinkrementen. Er empfiehlt u.a. den mozjpeg Encoder und zeigt anhand mehreren Zahlen das Ladeverhalten im Vergleich zu einer traditionellen Bildkodierung.

Schon während des Vortrags fielen mir mehrere Projekte aus meiner Vergangenheit ein, die von mozjpeg profitieren haetten können. Insbesondere im E-Commerce Bereich, wo man Shops mit Dutzenden von Produktbildern in mehreren Auflösungen gleichzeitig lädt.

Cracking the code, David Jonathan Ross

Bei "Cracking the code" habe ich einen weiteren technischen Vortrag erwartet (sowas passiert wenn man sich vorab nicht informiert und aus dem Titel den Inhalt ableitet) - umso überraschter war ich, als ich sah dass es hier um Monospace Fonts, also Fonts für Code, ging.

David Jonathan Ross zeigte mehrere interessante Schriftschnitte und dazu noch seinen eigenen Font, die Input.

How to get the public to fund your daft ideas, Mr.Bingo

Wow, Mr. Bingo - ein perfekter Talk um eine gute Konferenz zu beenden. Beleidigungen, Obzönitäten, Hatemail, Rapvideos - alles. Hierzu will ich garnicht so viel sagen - versucht ihn selbst irgendwo zu erwischen.

(Video folgt, irgendwann [1. In der Zwischenzeit kann man sich schonmal sein Kickstarter Rapvideo angucken])

Fazit

Meine inzwischen fünfte Beyond Tellerrand Konferenz war alles in allem wieder sehr unterhaltsam und inspirierend. Der erste Tag hatte ein paar Schwächen [2. Ich meckere hier auf sehr hohen Niveau und alles andere als objektiv. Da ich aus dem Frontend Bereich komme, interessieren mich natürlich diese Themen mehr als z.B. "an advice to young designers" oder der Typographie Talk von Indra Kupferschmidt. Ich weiss aber dass wiederrum andere Designer u.a. genau diese Talks sehr interessant fanden.], aber der zweite Tag hat alles wieder reingeholt. Persönliches Highlights: Jeremy Keith, Dominic Wilcox und Mr. Bingo.

Ansonsten: Ich liebe die Atmosphäre im Düsseldorfer Capitol Theater, die Menschen und alles so rundherum. Ich merkte dieses Jahr dass in inzwischen sogar einige Zwangsneurosen Traditionen pflege. So gehört für mich ein Besuch in einem portugiesischen Restaurant mit meinen Kollegen von hmmh genauso zum Programm, wie der Burger bei Whatsbeef am Montag Mittag. Und Kathrin bekommt auch jedes Jahr ihr T-Shirt von Illhill.

Vielleicht - aber auch nur vielleicht sieht man mich dieses Jahr auch beim Berliner Ableger der Konferenz.

Related Tweets