Interessanter Monat was meine musikalische Reise angeht [1]. Zum einen habe ich Thees Uhlmann relativ spontan im Bremer Steintor-Viertel live gesehen - irgendwie ein Sänger den ich halt immer nur "ganz gut" fand - aber nie so ganz in meinem Geschmack. Aber seine Liveshow und sein Schnack zwischen den Stücken und generell die Atmosphäre im Eisen [2] war echt großartig und ich war froh dort gewesen zu sein.
Und direkt am nächsten Tag dann Betterov in den Pusdorf Studios - ebenfalls ein grossartiges Konzert. Beeindruckend welche Bühnenpräsenz dieser Sänger hat, schon weil er eher zurückhaltend und introvertiert wirkt. [3]
Hatte somit das Glück gleich zwei grossartige Konzerte in zwei Tagen zu erleben.
Vielleicht ist Corona ja wirklich vorbei?
Ansonsten hab ich dieses Mal wieder eine Mischung aus diversen Genres - von Instrumental Boom Bap bis deutschen Post-Punk.
Klingt so als wäre ich auf einen Selbstfindungstrip, dabei drücke ich die meiste Zeit bei Spotify nur auf "Random". ↩︎
Ein Laden den man eigentlich nur lieb haben kann. Aber: Falls euch dort jemals jemand einen Krabbeldiewandnuff anbietet, verzieht einfach das Gesicht und sagt "Ne, hatte ich schon, nie wieder" und dreht euch um. Diese Menschen wollen euch böses. ↩︎
Bin mir auch sicher, dass der jetzt ganz heiss brennen wird, in den Pop Himmel aufsteigt, und dann mit irgendwelchen noch unbekannten Skandalen abstürzt, um dann in ein paar Jahren ein Comeback zu feiern. Bin bereit hier eine Longtime Bet zu starten. ↩︎
Kid Kopphausen - Das leichteste der Welt
Diesen Song hat mir jemand schon vor einem Jahr gezeigt und damals hat er mir irgendwie nur mittelgut gefallen. Lag vermutlich daran dass es der "erklärte Lieblingssong" dieser Person war und ich den irgendwie auch gutfinden wollte - aber wie es oft bei Dingen ist - je mehr man etwas mögen WILL, desto mehr geht es dann ins Gegenteil [1].
Jedenfalls nach dem spontanen Thees Konzert letztens wieder meine Deutsch Indie PostPop Playlist aufgemacht und dann mitten in der Nacht, am Deich sitzend, hat der Song dann doch gezündet.
Und also öffne ich meine Arme, ich öffne sie, so weit ich kann
Denn jeder Tag ist ein Geschenk, er ist nur scheiße verpackt
Und man fummelt am Geschenkpapier rum und kriegt es nur mühsam wieder ab
Ich mag den Optimismus der hier mitschwingt, den kleinen Meta Part im letzten Drittel, wo "das Schlagzeug reinkommt".
Keine Zähne im Maul aber La Paloma pfeifen - Leb so dass es alle wissen wollen
Ich sag es direkt: **ICH LIEBE DIESEN SONG. ICH LIEBE DIESEN SONG, SEHR. **
Seit einigen Jahren schon. Und ich habe bis heute nur Vermutungen worum es eigentlich genau geht, und dennoch spricht mit der Song so direkt mit jeder Zeile an.
Weiss jetzt auch garnicht welche spezielle Stelle ich hier jetzt zitieren sollte, die sind alle gut. Und weird.
Könnte man sich alles direkt als Lebensweisheit auf die Stirn tätowieren [1]
Bitte tätowiert euch nie Dinge auf die Stirn, dass ist dumm. ↩︎
Es gibt so Songs, die hört man und hat instant gute Laune. Sei es weil diese einen an einen guten Moment erinnern oder einfach eine positive, energiegeladene Grundstimmung haben [1]. Road To Joy kenne ich seit bestimmt 15 Jahren, kann aber aus dem Stegreif keinen anderen Song der Band nennen. Es war immer nur dieser Track der mich begeistert hat.
Hier ist mein Gänsehaut Moment.
Well, I could have been a famous singer
If I had someone else's voice
But failure's always sounded better
Let's fuck it up boys, make some noise!
Vorallem wenn man bedenkt dass der Text eigentlich ziemlich düster ist ↩︎
Bin hier ja etwas Zwiespalten. Einerseits richtig guter OldSchool Boom Bap Beat, toller Textflow und gut rübergebracht, andererseits heisst der Künstler Nick Mitdemkopf - ein Künstlername der irgendwie etwas Cringe mit bei mir auslöst. Keine Ahnung, vermutlich nur bei mir so.
Ansonsten kann man das ganze Album super weghören, wenn man etwas oldschooligeren HipHop mag. Habe mir auch direkt die Platte geordert, schon weil auf der zweiten Platte alle Instrumentals drauf sind - und die funktionieren auch ohne Text großartig.
Apropros Boom Bap Instrumental Hiphop. Dday One's Give and Take kann sich hier direkt einreihen. Super chillig, schöner Einsatz von Saxophon Samples, macht mir Spass. Und nicht nur dieser Song, sondern das ganze Album. Dass dann auch direkt in meinem Plattenregal gelandet ist.
Richtig guter alter 90s (Skate) Punk Rock. Es gab eine Zeit da habe ich nur sowas gehört. Bouncing Souls, Rancid, NoFX, Lagwagon, Ten Foot Pole, ... und was sonst noch von Epitath oder Fat Wreck Chords rausgebracht wurde
Night on Earth ist schon eher einer melodischeren, poppigeren Stücke von den Bouncing Souls und hat es letztens wieder in meine Heavy Rotation geschafft.
Passed some time walking around looking for something to be when I stopped to look around all the music was different to me
All these places we used to go when I loved you I didn't see
I'll miss you but now I'll know better next time because I found me
Betterov, Tristan Brusch - Dussmann (Live; Die Dussmann Session)
Erwähnte schon dass ich Betterov im April live gesehen habe, deswegen hier noch ein allerletztes Mal ein Betterov in dieser Sektion. Der Song Dussmann, der live im Berliner Kulturkaufhaus Dussmann aufgenommen wurde. Mit Tristan Brusch.
Warte übrigens hier noch auf meine Vinyl, die, wie ich hier lese, scheinbar jetzt erst im Juli kommt. Traurig.