
In dem Versuch, ihre Schwester vor einem brutalen Prinzen zu schützen, reist eine Prinzessin durch die Welt und trifft eine Grabhexe mit einem dämonischen Huhn, eine magische Taufpatin [1], die Babys segnen oder verfluchen kann, einen Krieger, der an seine Ehre gebunden ist, sowie einen selbstgemachten Hund aus Knochen.
Wer es noch nicht erahnt hat – "Nettle and Bone" – oder wie der deutsche Titel "Wie man einen Prinzen tötet"*[2] deutlich andeutet, ist eine Mischung aus klassischen Märchen, gemischt mit düsteren Fantasieelementen. Dazu kommen noch ernste Themen wie häusliche Gewalt, Co-Abhängigkeit und Femizid.
Und es funktioniert. Ich bewundere die Fantasie der Autorin und ihre Fähigkeit, diese Themen in einer irgendwie doch optimistischen Geschichte unterzubringen – ohne zu relativieren. In der Mitte des Buches hat mich eine Szenerie stark an Geschichten von Neil Gaiman erinnert [3] [4].
Wen die oben genannten expliziten Themen nicht stören, bekommt hier ein spannendes Märchen für Erwachsene, das sich mit seinen 300 Seiten schnell wegliest.