Vor einiger Zeit bekam ich eine Chatnachricht mit dem ungefähren Wortlaut "Florenz, du musst unbedingt das neue Buch von Andy Weir lesen, es ist so gut!!!!1111eins" [1]. Einer solchen Aussage wollte ich nicht im Weg stehen und bestellte direkt das Hardcover[2] [3] in der örtlichen Buchhandlung. Und nur ein paar Tage kam ich zu der Expertise dass das neue Buch von Andy Weir wirklich "sehr gut ist!!!!111eins".

Ich habe zuvor noch nie ein Buch von Andy Weir gelesen. Ich sah "The Martian" im Kino und war begeistert. Erinnere mich danach auch das Hörbuch gehört zu haben - was ich aber abgebrochen habe, weil die Geschichte wirklich fast genauso verfilmt worden zu sein schien - und ich generell nie wirklich Hörbücher zuende höre [4]. Das Nachfolgewerk Artemis habe ich komplett ignoriert - und scheinbar habe ich hier auch nicht wirklich was verpasst. Also soll Project Hail Mary [5] mein erster Weir werden.
Grundidee - und ich gehe hier wie üblich nur ganz rudimentär auf die Story ein, weil es relativ schnell einige überraschende Wendungen gibt - ein Mann wacht ohne Erinnerung auf einem Raumschiff auf, umgeben von toten Kollegen. Scheinbar beauftragt mit der Erforschung eines Phänomens beauftragt dass das Schicksal des ganzen Sonnensystems bedroht.
Project Hail Mary ist in erster Linie Hard Science Fiction d.h. es ist in erster Linie sehr technisch: Direkt auf den ersten Seiten gibt es eine schematische Zeichnung des Raumschiffes [6] und wie die eingebaute Zentrifuge funktioniert. Verfahren und Abläufe, sowie Berechnungen der Schwerkraft, etc gibt es auch. Typisches Astronautenzeug und es hört sich alles plausibel an - Weir hat hier gut recherchiert. Und dann gibt es noch Elemente die nicht so wirklich "Hard SciFi" sind, aber durchaus so in ihrer Erzählung Sinn ergeben. [7] Beides ist in einer gesunden Balance zueinander und macht viel Spass - nein - es ist ein Pageturner. Eigentlich wollte ich immer "noch ein Kapitel lesen". Und noch eins. Und noch eins. Grandios. [8](https://https://amzn.to/3g5a8WB[^partnerlink])[^partnerlink], ein Buch was in eine ähnliche Richtung ging, aber sich über große Strecken nur um Astronautenausbildung gedreht hat. Vermutlich gut recherchiert, aber die Story kam nicht voran.].
Volle Punktzahl. Wer mit The Martian etwas anfangen konnte, wird Project Hail Mary auch lieben. Und alle anderen vermutlich auch.
Wer noch eine andere Meinung hören will: Der Niklas hat es auch gelesen, mochte es auch und geht noch etwas ins Detail - hat sogar was zu meckern. Aber spoilert schon stark.