
Ich habe letztens versucht jemandem zu beschreiben, worum es in dieser Serie geht. Das ging ungefähr so:
Ein Typ namens Carl wurde mit der Katze seiner Ex-Freundin, die Princess Donut heißt, nach dem Ende der Welt in eine intergalaktische Spielshow mit mehreren Leveln verfrachtet. Zusammen mit anderen Überlebenden der Apokalypse – eingeleitet von einem Alien-Syndikat mit Profitinteressen. Die beiden schlagen sich jetzt nun durch mehrere Stages, bekämpfen Dinge wie methdealende Lamas oder eine KraKraken – was Kraken mit Karen Haircuts sind.
In diesen Dungeons gibt es auch sammelbaren Loot, sodass die Ausrüstung von Carl immer besser wird. Nur eine Hose bekommt er nicht, da seine Unterhose schon sehr stark ist und die AI des Systems scheinbar nicht will, dass er eine trägt. Gleichzeitig wird die Katze Princess Donut dann mit menschlicher Intelligenz ausgestattet, kann reden und ist von nun an eine Zauberkatze, die Cocker Spaniel hasst. Diese Katze hat aber nun wieder ein Haustier, was erst mal wie ein Huhn aussieht, sich aber später als ausgewachsener Velociraptor herausstellt und dann den Namen Mongo bekommt.
Auf dem Weg treffen sie noch viele weitere Crawler, die nun teilweise Formen von intergalaktischen Rassen und Spezialisierungen oder Kampfklassen haben: Eine Schafhirtin inkl. Schafherde, eine isländische Valkyrin oder ein Borderline-Mädchen namens Lucia mit zwei psychotischen Rottweilern. Oder ein Haufen Rechtsanwälte, die alle irgendwie Bogenschützen sind.
Außerdem werden die beiden immer wieder von ihrem Social Media Manager Zev – einem fischähnlichen Alien, den ich mir wie Klaus aus American Dad vorstelle – in seltsamen Talkshows auftreten, Interviews führen und ihre Viewership unterhalten, da das Ganze quasi in einem interstellaren Twitchstream übertragen wird. Inklusive Sponsorship und Recap-Episoden.
Und hier habe ich ca. 98 % der bisherigen Ereignisse ausgelassen.

Ich finde meine initiale Beschreibung immer noch gut: Ready Player One meets Scheibenwelt. Viele Popkultur-Referenzen zu Serien, Filmen und Spielen sowie Mechaniken, die man eher aus Videospielen kennt. Immer wieder gibt es Achievements und Quests, immer wieder neuen Loot und Belohnungen – und in diesem inzwischen sechsten Buch ist Carl von einem Niemand in Boxershorts zu einer Allmachtsfantasie geworden. Wie in einem Videospiel [1]. Und es funktioniert.
Zum Buch selbst – es hat mir besser gefallen als der Vorgänger. Spannende Dschungelwelt, viele WTF-Momente. Zwischendurch gab es auch einen Vampir-T-Rex mit Zauberstab und Ballerinakleid namens Big Tina [2] – was eigentlich schon alles sagt.
Die 700 (!!) Seiten waren schnell gelesen und ich werde vermutlich direkt in den nächsten Teil springen.