Vaultwarden

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Screenshot Vaultwarden

Letztens las ich diesen Blogeintrag von Philipp über den Umstieg von 1Password auf Vaultwarden und dachte, dass es etwas ist, was für mich auch interessant wäre. Zwar habe ich eine Lifetime-Pro-Lizenz [1] von Enpass, aber natürlich wurde seitdem eine Premium-Lizenz eingeführt, für welche man mich bittet, wieder monatlich zu bezahlen. Ohne diese kann ich keinen Authenticator nutzen oder Passkeys speichern. Ebenso fehlt jetzt eine Warnung bei Datendiebstahl [2]. Dazu gesellt sich auch das leichte Gefühl, dass es kaum spürbare Weiterentwicklung bei dieser App gibt und sie von den Entwicklern nur noch stiefmütterlich behandelt wird.

Also, warum nicht Vaultwarden austesten? Vaultwarden ist eine leichtgewichtige, in Rust geschriebene Open-Source-Alternative zum Bitwarden-Server und ideal für Selfhosting. Es bietet erst einmal alles, was ich mit Enpass machen konnte.

Die Installation war mit Coolify schnell erledigt und ich konnte direkt meinen CSV-Export von Enpass nutzen. Auf Mac und Android konnte ich direkt die jeweiligen Bitwarden-Clients nutzen. Mein erstes Fazit: Bisher bin ich zufrieden. Die Oberfläche ist aufgeräumter und alles gefühlt etwas schneller.

Der einzige Nachteil bisher gegenüber Enpass scheint, dass ich jetzt stärker auf die Cloud angewiesen bin; Enpass hatte hier einen Local-first-Ansatz mit optionalem Backup auf Cloudhoster wie Google Drive oder Dropbox.

Edit: Ich wurde auf Mastodon darauf hingewiesen dass Enpass doch Passkeys in der Pro Lizenz unterstützt. Auch wenn mir die App selber etwas anderes sagt. Es kann sein dass diese Anpassungen entweder noch kommen oder nur die mobilen Apps betreffen. Irgendwie undurchsichtig.

Footnotes

  1. Weil ich damals kaufte – in Zeiten, als es noch üblich war, einmal für Software zu zahlen

  2. wo ich mir sicher bin, dass dies bereits Teil meiner Pro-Lizenz war